Tagesausflug nach Olmütz (Olomouc)

olomouc_marktplatzOlmütz ist die sechsgrößte Stadt Tschechiens und auf jeden Fall einen Ausflug für einen Tag oder auch länger wert. Bei unserer Testfahrt haben wir den Express-Zug von Prag nach Olmütz genommen, der modern, klimatisiert bzw. beheizt und mit fest verschlossenen Fenstern daherkam. In ca. 2,5 Stunden – die übliche Verspätung mit eingeschlossen – sind wir am frühen Vormittag in Olmütz angekommen.

Der Bahnhof von Olmütz

Der Bahnhof von Olmütz liegt mit der Straßenbahn (Tram) ca. 5 – 10 Minuten vom Zentrum entfernt. Doch die Straßenbahn hält direkt vor dem Bahnhof. Eine geschäftige Straße führt im Kreisverkehr daran vorbei und moderne Hochhäuser vermitteln anfangs den Eindruck einer westeuropäischen Stadt.

Der Stadtkern von Olmütz

Mit der Straßenbahn sind wir für 14 Kronen (Stand: Oktober 2012) die einfache Fahrt vom Bahnhof bis zum Platz der Republik (Nam. Republiky) gefahren, an dem das Heimatkundemuseum, zahlreiche sehenswerte Gebäude sowie die Jungfrau Maria Schnee Kirche liegt.

Das Zentrum von Olmütz

uniVon hier aus geht es zu Fuß weiter. Einen kleinen Abstecher erlauben wir uns zur Philologischen Fakultät der Universität Olmütz (Univerzita Palackého v Olomouci). Der Weg zum Fachbereich führt über einen begrünten Innenhof im typisch mährischen Stil. Die Universität wurde im Jahre 1573 ursprünglich als Jesuiten-Hochschule gegründet. Ihren Namen verdankt die Universität ihrem Namenspatron František Palacký. Heute finden sich hier Doktoranden aus Prag, Olmütz, Österreich und Deutschland zum akademischen Austausch ein.

Der Wenzelsdom

olomouc_wenzelsdom_9Vom Platz der Republik fällt der Blick zurück auf den Wenzelsdom, eine Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert, die allerdings erst im Jahr 1661 fertiggestellt wurde. 1803 verursachte ein Blitzschlag ein Feuer, das alle drei Türme zerstörte. 1883 – 1892 wurde das Bauwerk im neugotischen Stil komplett umgebaut und erhielt sein heutiges Aussehen. Ähnlichkeiten mit der St. Mary’s Cathedral in Edinburgh oder dem Scott Monument auf der Princes Street in Edinburgh sind nicht abzustreiten.

Das Heimatkundemuseum

DSCI0150Ebenfalls am Platz der Republik ist das Heimatkundemuseum. Das Museum hat eine Sammlung von ca. 1 Million Objekten. Sammlungen aus Archäologie, Kunst, Ethnografie, Kartografie, Musik und Pharmazie, aber auch Handel, Gewerbe, Geologie und Zoologie können hier betrachtet werden. Außerdem gibt es in dem Museum ein literarisches Archiv bestehend aus Nachlassschaften und das Fotoarchiv hält ca. 300.000 Negative bereit. In der Museumsbibliothek werden 70.000 Bücher vorgehalten. Ferner zeigt die Dauerausstellung „Bedrohte Planzenarten“ im Museum eine beachtliche botanische Sammlung. Alles in Allem gehört das Heimatkundemuseum zu den sehenswerten Punkten. (Das Foto links zeigt die Pestsäule der Dreifaltigkeit auf dem Marktplatz von Oloumoc)

Jungfrau Maria Schnee Kirche

olomouc_jungfrau_maria_schnee_kirche_3Die Jesuitenkriche Jungfrau Maria Schnee Kirche bildet den Abschluss am Platz der Republik. Der barocke Bau aus dem 18. Jahrhundert wurde durch die Kirche des Hl. Nikolaus (auf der Prager Kleinseite) inspiriert und tatsächlich sehen sich heute beide Gebäude ziemlich ähnlich.

Der Marktplatz in Olmütz

olomouc_reiter_7Der Marktplatz wird von zwei Bauwerken dominiert. Das eine ist die Pestsäule der Dreifaltigkeit (UNESCO Weltkulturerbe) und das Rathaus mit seiner Astronomischen Uhr. Beide Bauwerke sind ein absolutes Muss, wenn man in Olmütz ist. Daneben sollten auch die Bronzeschildköten am Arion-Brunnen in Olmütz besichtigt werden.

Alle Fotos: K. Kountouroyanis